RohstoffeStrenger Auswahlprozess. Hohe Rohstoffqualität.

Wir verwenden ausschließlich Rohstoffe, die zuvor einen mehrstufigen Auswahlprozess durchlaufen haben, an dem Experten aus verschiedenen Fachfunktionen beteiligt waren.  

Die 2006 erarbeitete ‚Rohstoff-Policy‘ dokumentiert unseren sorgfältigen Umgang mit Rohstoffen und legt international einheitliche Kriterien für deren Auswahl fest.

Auf dem Weg zu nachhaltigem Palmöl

Beiersdorf bezieht für seine Produkte kein Palm- oder Palmkernöl und stellt auch keine weiterverarbeiteten Stoffe auf Basis dieser Öle her. Allerdings setzen wir, wie es für die Herstellung von Kosmetikprodukten unverzichtbar ist, Inhaltsstoffe wie Emulgatoren oder Tenside ein (z.B. Fettalkohole, Fettsäuren und Glyceride). Diese Inhaltsstoffe werden auf Basis von mineralischen und pflanzlichen Ölen hergestellt; zu ihnen zählen beispielsweise Kokosnussöl, Rapsöl, Palmöl und Palmkernöl.

Seit etlichen Jahren treten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten für mehr Transparenz in der Lieferkette ein – um den Weg von der Rohstoffquelle bis hin zu den Derivaten nachvollziehbar zu machen und den Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Palm- bzw. Palmkernölwirtschaft zu unterstützen. Auf dem Weg zum Einsatz von nachhaltig erzeugtem Palmkernöl haben wir in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht.  

Wir streben an, die betroffenen Inhaltsstoffe nur noch aus nachweislich nachhaltigem Ursprung einzusetzen (‚Certified Sustainable Palm Kernel Oil') und auf segregierte, mindestens jedoch massenbilanzierte Palm(kern)öle und entsprechende Derivate bis zum Jahr 2020 umzustellen. Bis zur vollständigen Umstellung kauft Beiersdorf Zertifikate über die ‚GreenPalm'-Plattform. 2013 wurden bereits 100 % (ohne Beiersdorf Hair Care China) der in der Rohstoffbasis enthaltenen Palm- und Palmkernöläquivalente über Zertifikate abgedeckt. 2014 startet die physische Umstellung erster Rohstoffe auf eine massenbilanzierte Palmkernölbasis.  

Neben dem Engagement im ‚Round Table on Sustainable Palm Oil’ (RSPO) engagieren wir uns ebenfalls im neugegründeten ‚Forum für nachhaltiges Palmöl' (FONAP) und setzen uns für eine Weiterentwicklung der bestehenden Zertifizierungskriterien ein.

Die verschiedenen Wege von zertifiziertem Palm- bzw. Palmkernöl von der Plantage bis zum Produkt:

Book and Claim beschreibt den Online-Handel mit Zertifikaten. Für eine Tonne Palm- bzw. Palmkernöl wird virtuell ein Zertifikat erworben.  

Massenbilanziert bedeutet das kontrollierte Vermischen von zertifiziertem und konventionellem Palm- bzw. Palmkernöl.  

Segregiert bedeutet die Trennung von zertifiziertem und konventionellem Öl; die zertifizierte Ware wird untereinander in der Ölmühle vermischt.  

Identity Preserved bedeutet die strikte physische Trennung von zertifiziertem Palm- bzw. Palmkernöl verschiedener Plantagen. Die Ware wird in der Ölmühle nicht gemischt.

Ersatz von Kunststoffpartikeln

Kunststoffteilchen, die kleiner als 5 mm sind, werden als Mikroplastik bezeichnet und – besonders im Hinblick auf ihr Vorkommen in den Weltmeeren – als problematisch angesehen. Mikroplastik stammt aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entstehen sie aus zerfallenden größeren Plastikteilen – beispielsweise durch Wettereinwirkung und Erosion. Hinzu kommen Fasern synthetischer Kleidung oder kleinere Plastikpartikel aus Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs. Beiersdorf nutzt den Peeling-Effekt von hautverträglichen Polyethylen-Partikeln in einigen Körper- und Gesichtspflegeprodukten für einen angenehmen Reinigungseffekt und das hautfreundliche Entfernen von toten Hautzellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Kunststoff in den Weltmeeren sieht Beiersdorf jedoch Handlungsbedarf. Wir haben uns präventiv dazu entschieden, bis Ende 2015 alle Polyethylen-Partikel in allen Produkten zu ersetzen.

Florena setzt auf natürliche und nachwachsende Rohstoffe

Florena setzt in allen Pflegeprodukten (inkl. Seifen und Duschen) bevorzugt Inhaltsstoffe aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen ein und verzichtet komplett auf künstliche Farbstoffe, Mineralöle, Silikone und Polyethylenglykol (PEGs). Darüber hinaus beinhalten alle Florena Pflegeprodukte Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.

In der straffenden Pflegeserie verwendet Florena beispielsweise die BIO-Klettenfrucht aus dem Unteren Saaletal in Sachsen-Anhalt. Mit dem Kauf der Klettenfrüchte werden gezielt Projekte zur Erhaltung seltener Pflanzenarten und damit der biologischen Vielfalt gefördert – zum einen durch die Pflege, zum anderen durch die Entwicklung entsprechender Habitate. Zusätzlich unterstützt Florena das Engagement des ‚Landschaftspflegevereins Saaletal e.V.', der sich zum Ziel gesetzt hat, die bedeutende biologische Vielfalt der Region insgesamt zu erhalten. 

Ein weiteres Beispiel ist die Mischhaut-Pflegeserie bei der Grüner Tee aus Sri Lanka eingesetzt wird. Der Rohstoff ist ein ‚Fair Trade'-Produkt und kommt ebenfalls aus kontrolliert biologischem Anbau. Damit werden beispielsweise feste Preise garantiert, die 50 % über dem Marktpreis liegen sowie unentgeltliche Schulungen und technische Beratung angeboten. Allein durch die Kaufkraft von Florena werden die Bauern vor Ort unterstützt, sich selbst zu helfen und dabei eine höhere Produktivität zu erzielen. 

Hier finden Sie weitere Informationen zu Florenas Markenphilosophie und den BIO-Inhaltsstoffen. ...mehr 

Alternativen zu Tierversuchen

Tierversuche sind für Kosmetikprodukte in der EU seit 2004 – und für alle Inhaltsstoffe dieser Produkte seit 2013 – vollständig verboten. Beiersdorf hält sich selbstverständlich daran und hat auch schon lange davor auf Tierversuche verzichtet, wann immer dies möglich war. Wir sind davon überzeugt, dass Tierversuche an unseren Produkten für den Nachweis von deren Sicherheit und Wirksamkeit nicht erforderlich sind. Unabhängig von dem Verbot ist für Beiersdorf nach wie vor die Entwicklung und Anerkennung von Alternativmethoden besonders wichtig. Beiersdorf arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Fachgremien und Verbänden erfolgreich an der Entwicklung von In-vitro-Alternativen zu Tierversuchen. Wir sind hier eines der führenden und besonders bekannten und akzeptierten forschenden Unternehmen weltweit. 

Mitarbeiter unterhalten sich im Labor

Beispielweise hat Beiersdorf ein Verfahren entwickelt, mit dem in Zukunft gemeinsam mit anderen Tests tierversuchsfrei viele Substanzen auf ein mögliches Allergiepotential getestet werden können. Hierfür wurde die Beiersdorf Forschung im November 2011 sogar mit dem 30. Forschungspreis zur ‚Förderung methodischer Arbeiten mit dem Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen' des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausgezeichnet. Die Beiersdorf Forschung entwickelt daneben eine breite Anzahl an weiteren Alternativtestmethoden und wendet viele bereits validierte Methoden täglich im Unternehmen an.

Wir engagieren uns intensiv im Verband der deutschen und europäischen Kosmetikindustrie und seiner speziellen Projektteams, wir kooperieren mit dem ‚European Union Reference Laboratory for alternatives to animal testing' (EURL ECVAM) und unterstützen die OECD. Zudem sind wir aktives Mitglied von ‚In Vitro Testing Industrial Platform' (IVTIP), ‚European Society of Toxicology In Vitro' (ESTIV) und seit 2006 auch Gründungsmitglied der ‚European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing' (EPAA), einer gemeinsamen Organisation der Europäischen Kommission und der kosmetischen, pharmazeutischen, chemischen und agrochemischen Industrie.

Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass weltweit die bereits bestehenden tierversuchsfreien Alternativmethoden Akzeptanz bei den jeweiligen Gesetzgebern und Behörden finden und unterstützen personell und finanziell die wissenschaftlichen Anstrengungen, um die derzeit noch bestehenden Lücken bei den Alternativmethoden zu schließen.