Abfall

Vermeidung und Verminderung von Abfällen in unseren Produktionsstätten

Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, was bedeutet, dass wir auf der Suche nach Einsparungen sämtliche Aspekte unserer Prozesse betrachten.  

Optimierungsprojekte in unserer spanischen Produktionsstätte in Argentona führten 2013 zu einer erheblichen Abfallverringerung im gesamten Produktionsablauf. Ermöglicht wurde dies durch die Implementierung eines neuen Verfahrens sowie durch die Vereinfachung und Optimierung kritischer Prozesspunkte, an denen die Abfallerzeugung entlang der Verpackungslinie verstärkt auftritt. Ein weiterer Bestandteil dieser Initiative ist die Schulung der Mitarbeiter.  

In unserer spanischen Produktionsstätte in Tres Cantos haben wir 2013 für die Kommunikation zwischen den Schichten ein neues papierloses computergestütztes Protokollformat eingeführt. 2012 wurde das Schrumpffolienverfahren für Transportkartons optimiert, der Heißklebeprozess pro Versandverpackung verkürzt, und für die Lagerung bestimmter Rohstoffe setzen wir jetzt Tanks anstelle von IBC-Containern ein.

2013 führte unser Produktionsstandort in Berlin, Deutschland, ein Projekt durch, um neben den Abfallquellen auch deren Ursachen zu identifizieren. Mit einem genaueren Abfallprofil eines Materials lassen sich leichter neue Lösungen zur Abfallreduktion entwickeln. Für die Prozessanalyse wurde zudem eine Wertstromaufnahme (VSM) erstellt, um herauszufinden, wo Abfall erzeugt wird und um Verbesserungsansätze herauszuarbeiten.  

Bei unserer größten Produktionsstätte in Hamburg, Deutschland, führten wir 2013 umweltfreundliche Lösungen für Umverpackungen ein. Wir verwenden jetzt beispielsweise dünnere Kartonagen, um Ressourcen zu sparen. Gleichzeitig setzen wir Verpackungen ein, die besser für die Lagerung geeignet sind und weniger logistische Bearbeitung erfordern, was zugleich auch zu einer Senkung der Materialkosten führte.

Das ‚Pack Less Project’, dessen Ziel die Reduktion der verwendeten Stretchfolie bei Paletten ist, wurde 2013 bei unserem Produktionszentrum in Itatiba, Brasilien, umgesetzt. Um die Anzahl der Wicklungen pro Palette zu senken, wurde ein Standardverfahren eingeführt. Diese Initiative führte zu einer 25 %-igen Reduktion des Stretchfolienverbrauchs sowie zu einer Verringerung der erzeugten Abfallmenge. 

Unser Beitrag durch Sortieren und Etikettieren

In unserer französischen Niederlassung in Paris haben wir 2013 unsere Papiersortierung ausgeweitet, um sie für die Mitarbeiter leichter und komfortabler zu machen. Außerdem haben wir in unserer Hamburger Produktionsstätte die Abfallbehälter für alle Abteilungen standardisiert, um das Abfallrecycling zu optimieren. Zur Vereinfachung des Verfahrens werden jetzt für die verschiedenen Abfallarten standardisierte Farben und Bezeichnungen verwendet. 2013 installierten wir auch eine Recyclingstation in unserer Niederlassung in Basel, Schweiz. Dort gibt es jetzt Wertstofftonnen für PET-Plastikflaschen, Aluminiumdosen, Glas, Kartonagen und Altbatterien.

An den Hamburger Standorten hatten Mitarbeiter 2013 die Möglichkeit, Problemstoffe (wie Altöl, Batterien, Farben und Reinigungslösungen) zu entsorgen. Bereits in den Vorjahren gab es ähnliche Aktionen, wie die Entsorgung von Elektro-Altgeräten und alten Mobiltelefonen.

Reduktion des Papierverbrauchs und intelligentes Drucken

Beiersdorf hat zwei Initiativen gestartet, um den Papierverbrauch signifikant zu senken und die Mitarbeiter für umweltfreundlicheres Verhalten, wie beidseitiges Drucken, zu sensibilisieren.  

Am 5. Juni 2013, dem Weltumwelttag, führte die ‚Southern Cone Group’ (Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Peru) eine ‚Paper Fair Use Policy’ ein, die den Papierverbrauch reduzieren und die Umweltauswirkungen reduzieren soll. Im ersten Jahr soll der Verbrauch um 25 % gesenkt werden. Es wurden einheitliche Kriterien für den Kauf von Papier definiert: ausschließlich recyceltes, FSC- oder Zuckerrohr-Papier wird zukünftig verwendet; alle Druck- und Kopiergeräte werden optimiert; das gesamte Altpapier wird recycelt und die Mitarbeiterkommunikation erfolgt komplett digitalisiert. Die Mitarbeiter werden dazu ermuntert, Best Practice-Beispiele zum Thema Papiernutzung und -einsparung zu teilen. Zur Schonung von Ressourcen haben alle Hamburger Standorte – Beiersdorf, BSS, BMH und tesa – auf die Nutzung von Recyclingpapier bei Druckern und Kopierern umgestellt.

Ideen innerhalb des Unternehmens teilen

Eine Erfolgsgeschichte unseres Produktionszentrums in Argentona, Spanien, dauert seit 2011 an. Es wurde ein neuer Umgang mit dem silikonisierten Trennpapier entwickelt, das als Abfallprodukt bei der Pflasterherstellung anfällt. Statt deponiert zu werden, wird das Trennpapier jetzt separat gesammelt und an ein Recyclingunternehmen in Österreich geliefert, wo es zu hochwertigen Produkten aus Recyclingpapier verarbeitet wird. 2012 begannen unsere übrigen Produktionsstätten in Europa, dem spanischen Beispiel zu folgen. 2013 sammelte unsere Produktionsstätte in Hamburg insgesamt 132 Tonnen silikonisiertes Trennpapier und lieferte diese nach Österreich. Diese Aktion führte zu einer CO2-Reduktion von 302 Tonnen.

Nachhaltiges Essen und Trinken

Die im Restaurant unseres Produktionszentrums in Brasilien entstehenden Lebensmittelabfälle werden in einer unternehmenseigenen Kompostieranlage verwertet. Diese 2012 ins Leben gerufene Initiative verringert die Abfallmenge und dadurch auch den Transportbedarf für die Abfalldeponierung.

2013 starteten wir in unserem brasilianischen Restaurant die Initiative ‚Zero Waste’. Ziel dieser Initiative ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter gegenüber Lebensmittelabfällen und deren Einflüssen auf Gesellschaft, Umwelt und öffentliche Gesundheit. Diese Initiative soll auch die Menge der erzeugten Lebensmittelabfälle verringern. Wir beziehen unsere Mitarbeiter beispielsweise durch Videos und Informationen zu Lebensmittelabfällen in Brasilien mit ein. Mehr über unsere Aktivitäten zum Mitarbeiterengagement erfahren Sie hier.

Seit Juni 2013 kooperiert Beiersdorf Hamburg mit der Organisation ‚foodsharing’: In der Kantine oder beim Event-Catering übrigbleibende Lebensmittel werden jetzt sozialen Einrichtungen in Hamburg übergeben. Eine dieser Institutionen ist das ‚CaFée mit Herz’, dem Beiersdorf seit 2010 nicht genutzte Lebensmittel zur Verfügung stellt. Das ‚CaFée mit Herz’ versorgt arme, arbeitslose und obdachlose Menschen aus der näheren Umgebung, die aufgrund persönlicher Lebensumstände auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Anfang Oktober 2013 sind wir in unserer Kantine in Mailand, Italien, von Einweg-Plastikbechern auf Gläser umgestiegen. Dadurch sparen wir mehr als 250 Plastikbecher pro Tag und etwa 70.000 Plastikbecher pro Jahr ein. 

Um das Abfallaufkommen durch Plastikflaschen (PET) zu verringern, hat unsere Niederlassung im schweizerischen Basel das Angebot an Plastikflaschen seit Juni 2013 beträchtlich reduziert. Alle Mitarbeiter erhielten eine eigene Glasflasche, die sie anstelle von PET-Flaschen nutzen und wiederverwenden können. Dies hat zu einer Reduktion der Plastikflaschen um 50 % geführt.

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