Energie

Verringerung der CO2-Emissionen dank ‚Blue Building‘

Bei der Errichtung und Nutzung von Gebäuden verfolgt Beiersdorf mit dem Konzept ‚Blue Building‘ das Ziel, den gesamten Lebenszyklus der weltweit eigengenutzten Immobilien nachhaltig zu gestalten. Neben Energieeinsparungen und Ressourcenschonung umfasst dies auch die Schaffung eines ebenso attraktiven wie gesunden Arbeitsumfelds für alle Mitarbeiter. Eine Zertifizierung gemäß den Standards für nachhaltige Gebäude war 2013 eines der Hauptkriterien für alle größeren Immobilienprojekte .

Die neue Produktionsstätte in Mexiko ist ein gutes Beispiel hierfür. Weltweit gehört sie zu den wenigen Anlagen, die nach den Umweltkriterien der Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) auf Platin-Niveau geplant wurde. Das neue Werk wird signifikant weniger Wasser verbrauchen und wesentlich energieeffizienter sein als vergleichbare Gebäude. Nach seiner Fertigstellung wird das Gebäude eine ganze Reihe an Nachhaltigkeitsmaßnahmen aufweisen, wie Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und optimierte Wasseraufbereitungsverfahren. 

Die spanische Produktionsstätte in Argentona installierte Anfang 2013 eine Photovoltaikanlage. 480 Solarmodule auf dem Dach des Produktionsgebäudes sollen etwa 170.000 Kilowattstunden produzieren, dies entspricht fast 10 % des jährlichen Strombedarfs der Produktionsstätte. Außerdem reduzierte das Werk die CO2-Emissionen beträchtlich: Pro Jahr gelangen nun 40,5 Tonnen weniger CO2 in die Luft. Das Werk investiert zudem in die klimafreundliche Optimierung der Beleuchtungen von Produktionsgebäude und Lagern, was die CO2-Emissionen um zusätzliche 12,5 Tonnen pro Jahr reduzieren wird. 

Unser spanisches Büro in Madrid zog in ein umweltfreundlicheres Gebäude mit einer ‚Mega Skin’, die für konstantere Temperaturen im Gebäudeinneren sorgt und so den Heizungs- und Klimatisierungsbedarf verringert. Außerdem lässt die Außenhülle mehr natürliches Licht in das Gebäude und senkt dadurch die Beleuchtungskosten. Für die Warmwasserbereitung und Stromerzeugung wurden auch Solarmodule auf dem Dach installiert. Infolge dieser und weiterer Maßnahmen erreichten wir 2013 eine signifikante CO2-Reduktion. 

Im Jahr 2011 statteten wir unser Bürogebäude in Mailand, Italien, mit einer Photovoltaikanlage aus, die jedes Jahr 35.000 kg CO2 einspart, was der Pflanzung von 4.665 Bäumen entspricht. Durch den Wechsel von Neonlampen zu LEDs erreichten wir 2013 in unseren österreichischen Büros Energieeinsparungen von 73,5 %; dies entspricht 32,5 Tonnen CO2

Wir haben eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, um die CO2-Emissionen unserer Bürogebäude in Hamburg zu senken. Die Maßnahmen umfassen die Optimierung der Beleuchtung, die Installation von Freien Kühlungen in unseren Laborgebäuden, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) sowie Hocheffizienzmotoren und -pumpen. Allein durch die Installation der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen haben wir unsere jährlichen CO2-Emissionen um etwa 1.000 Tonnen reduziert. Unser aktuelles Programm zur effizienten Bürobeleuchtung wird unseren CO2-Ausstoß um weitere 30 Tonnen pro Jahr verringern. Die teilweise nächtliche Abschaltung unserer Außenbeleuchtung führt zu einer jährlichen CO2-Reduktion von 18 Tonnen. Einige unserer Geschirrspüler nutzen jetzt zur Warmwasserbereitung nicht mehr elektrische Wassererwärmer, sondern Wärme aus den KWK-Anlagen, was die CO2-Emissionen jährlich um 26 Tonnen senkt. Veränderungen in unserem Druckzentrum ergaben CO2-Einsparungen von 11 Tonnen pro Jahr.

An unserem Hauptsitz werden diese und weitere Initiativen in unseren Gebäuden als Nettoergebnis eine Reduktion von 3.010 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr erzielen. Das entspricht einer Reduktion von ca. 20 % innerhalb von drei Jahren. Zusätzlich zu diesen Einsparungen wird Beiersdorf Deutschland 2016 die gesamte Stromversorgung auf erneuerbare Energien umstellen.

Der neue Kindergarten an unserem Hamburger Hauptsitz wurde in Übereinstimmung mit den Nachhaltigkeitskriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) errichtet. Nachhaltige Baumaßnahmen sind beispielsweise die auf dem begrünten Dach installierte Photovoltaikanlage, eine gesteuerte LED Beleuchtung und die Wärmeerzeugung mittels einer Beiersdorf internen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage. Der Kindergarten trägt mit seinen 100 Plätzen auch zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.

Energieeinsparungen entlang der Produktionslinien

Bei unserer Produktionsstätte in Malang, Indonesien, wurde 2012 der Warmwasserbereiter für die NIVEA und Hansaplast Produktion umgebaut, um die Effizienz zu erhöhen. Die Umgestaltung des Rohrsystems führte zu einer erheblichen Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. 2013 stellten wir das Energiesystem des Kessels von Öl auf Gas um und erreichten damit eine CO2-Reduktion von etwa 48 % gegenüber 2012.

Bisher wurden alle Mischanlagen wie Behälter oder Rohrleitungen vor Ort mit Dampf gereinigt – nach einem vorherigen Umlaufreinigungsprozess (CIP). Nun können wir einen optimalen Reinheitsgrad durch dampffreie Reinigung erreichen und verbrauchen somit weniger Ressourcen. Im Jahr 2012 senkte unser Produktionszentrum in Berlin, Deutschland, die Häufigkeit der Dampfreinigung bei einer unserer kontinuierlich arbeitenden Produktionslinien. Dies soll zukünftig auch für andere Produktionslinien übernommen werden.  

In Hamburg, Deutschland, wurden zur Senkung des Energieverbrauchs Leckagen im Druckluftsystem aufgespürt und beseitigt. Mithilfe eines Detektionsgeräts konnten die Mitarbeiter mehrere Leckagen entdecken, deren Abdichtung zu Einsparungen von 600 m³/h im Zeitraum von Juli 2011 bis Oktober 2012 führte.

Green IT

Im Jahr 2013 senkte Beiersdorf Shared Services (BSS) den Energieverbrauch des Hamburger Rechenzentrums in Deutschland um 30 %. Der IT-Stromverbrauch wurde durch die Konsolidierung auf virtuelle Serverplattformen gesenkt. Außerdem bemühen wir uns um den fortlaufenden Ersatz älterer Geräte durch neue, energiesparende Modelle, die Einschränkung von Stand-by-Nutzung und die Ausweitung der gemeinsamen Nutzung von Geräten wie Druckern. Wir haben Systeme zur Optimierung von Betriebsumfeld und -temperatur des IT-Systems installiert, was ebenfalls zu den Einsparungen beigetragen hat. Da häufige Geschäftsreisen und Langstreckenflüge große Mengen an CO2 erzeugen, fordern wir unsere Mitarbeiter auf, wann immer möglich Audio- und Videokonferenzen zu nutzen. 

In unserem spanischen Büro in Madrid ersetzten wir fünf Netzwerkdrucker für hohen Durchsatz durch drei Multifunktionsgeräte und führten 2013 eine Dokumentenmanagement-Software ein. Das Ergebnis war eine deutliche Reduktion von Ausdrucken, Verbrauchsmaterialien für Drucker und Energie. ...mehr

Grüne Logistik

Im Zuge unserer Bestrebungen zur Einführung umweltfreundlicherer Logistikprozesse haben wir die Containerbeladung, die Ausnutzung der LKW-Kapazitäten und die Transportrouten optimiert. Wir haben ein Tool entwickelt, mit dessen Hilfe wir seit 2009 europaweit unsere transportbedingten CO2-Emissionen messen. Darüber hinaus haben wir 2011 mit der Messung der Emissionen in unseren europäischen Lagern begonnen. Wir sind außerdem Mitglied der ‚Green Freight Europe'-Initiative, einem Zusammenschluss europäischer Industrie- und Transportunternehmen zur Schaffung einer europäischen Norm für die Messung, Analyse und Lenkung von CO2-Emissionen im Straßenverkehr. Diese Initiative bietet eine Plattform für die Meldung und Überprüfung von CO2-Emissionen und fördert Best Practice Sharing und einen einheitlichen Überwachungsprozess. 

In der Schweiz haben wir 2008 damit begonnen, Züge für ausgehende Direktlieferungen an die Lager unserer Kunden zu nutzen. In Zusammenarbeit mit zwei unserer Kunden haben wir dieses Konzept über die letzten Jahre ausgeweitet, sodass es jetzt auch Deutschland umfasst. In Deutschland und der Schweiz erfolgt heute etwa ein Viertel unserer ausgehenden Transporte per Bahn. Darüber hinaus haben wir für unsere Kunden ein neues Lieferkonzept eingeführt. Die neue Zielbestellmenge lautet jetzt ‚LKW-Komplettladung’, was für eine optimierte Containernutzung sorgt und die Anzahl an Lieferungen verringert. Dank dieser beiden Initiativen können wir jetzt mehr für weniger transportieren: 2013 reduzierten wir unsere CO2-Emissionen in diesem Bereich um 37 % – mehr als 1.000 Tonnen CO2

Ein vergleichbares Konzept wurde in Spanien entwickelt, wo Beiersdorf mit anderen Herstellern kooperiert, um Transporte mit gleichen Lieferadressen zusammenzulegen. Dies bedeutet, dass kombinierte Lieferungen (selber Tag, selbe Zeit) an bestimmte Kunden erfolgen. Seit Juni 2012 sank die LKW-Nutzung um 27 % und die CO2-Emissionen reduzierten sich um 32 %.

Umweltbewusstes Reisen

Anfang 2013 führten wir für Deutschland, Spanien, die Schweiz und die ‚Central Eastern Europe‘ -Region eine ‚Green Car Policy‘  ein, die für alle Firmenwagen verbindliche CO2-Grenzwerte festlegt – vom Außendienst bis zum Vorstand. In der Schweiz führten wir zudem einen autofreien Tag durch und kauften sechs NIVEA Fahrräder, die den Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung stehen. Mehr über unsere Aktivitäten zum Mitarbeiterengagement erfahren Sie hier.

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