Aktuelle Fragen

Wie reagiert Beiersdorf auf die Diskussion um Kunststoffpartikel in Pflegeprodukten?

Kunststoffteilchen, die kleiner als 5mm sind, werden als Mikroplastik bezeichnet und – besonders im Hinblick auf ihr Vorkommen in den Weltmeeren – als problematisch angesehen. Mikroplastik stammt aus unterschiedlichen Quellen: Am häufigsten entstehen sie aus zerfallenden größeren Plastikteilen – beispielsweise durch Wettereinwirkung und Erosion. Hinzu kommen Fasern synthetischer Kleidung oder kleinere Plastikpartikeln aus Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs.

Beiersdorf nutzt den Peeling-Effekt von hautverträglichen Polyethylen-Partikeln in einigen Körper- und Gesichtspflegeprodukten für einen angenehmen Reinigungseffekt und das sanfte Entfernen von toten Hautzellen. Wir wissen, dass viele Konsumenten sich diesen Effekt wünschen und gleichzeitig großen Wert darauf legen, dass ihre Produkte hautfreundlich und nicht allergen sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Kunststoff in den Weltmeeren sieht Beiersdorf jedoch Handlungsbedarf. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie achten wir sowohl auf die Qualität als auch auf den langfristigen ökologischen Einfluss unserer Produkte. Wir analysieren kontinuierlich neu gewonnene Erkenntnisse auf diesen Gebieten und diskutieren, bewerten sie und entwickeln daraufhin konkrete Maßnahmen.

Auch wenn der aus Kosmetikprodukten stammende Anteil an Mikroplastik sehr gering ist (zum Beispiel im Vergleich zur Menge anderer Plastikabfälle im Meer): Wir denken, dass wir zum Schutz der Umwelt beitragen können, indem wir eine Alternative zu Kunststoffpartikeln in unseren Hautpflegeprodukten finden. Deshalb hat sich Beiersdorf präventiv entschieden, in Zukunft keine Polyethylen-Partikel in Pflegeprodukten mehr einzusetzen. Aktuell verändern wir unsere Formeln entsprechend und werden bis Ende 2015 die Polyethylen-Partikel in allen relevanten Produkten ersetzen.

Was sind Parabene und warum verwendet Beiersdorf sie in Produkten?

Beiersdorf verwendet Parabene in etwa 30 Prozent seiner Produkte, vorwiegend in flüssigen Gesichtscremes und Körperlotionen. Parabene sind besonders wirkungsvolle Konservierungsstoffe, die gleichzeitig sehr gut verträglich sind. Deshalb werden sie weltweit auch am häufigsten eingesetzt, und zwar nicht nur zum Schutz von Kosmetika, sondern auch in Haushaltsprodukten, Arznei- und Lebensmitteln. Und das seit mehr als 80 Jahren. Parabene sorgen dafür, dass wasserhaltige Kosmetikprodukte nicht sofort nach dem Öffnen verderben. Ohne derartige Konservierungsstoffe würden sich Bakterien und Schimmelpilze, die vor allem über den Kontakt mit unserer Haut ins Produkt gelangen, ungebremst vermehren. Die Folge: Die Produkte verkeimen, ihr Nutzen schwindet und im schlimmsten Fall kann es zu Unverträglichkeiten auf der Haut kommen. Parabene verhindern das Verderben von Kosmetikprodukten, indem sie die Bakterien und Pilze abtöten. Dadurch kann Beiersdorf gewährleisten, dass die Qualität seiner Produkte über einen langen Zeitraum erhalten bleibt.
Parabene werden wie alle Inhaltsstoffe bei Beiersdorf nur da verwendet, wo sie sinnvoll sind. Die klassische NIVEA Creme braucht zum Beispiel keine Konservierungsstoffe, da sie ihre ölhaltige Rezeptur auf natürliche Weise vor Bakterien und Schimmelpilzen schützt.

Sind Parabene gesundheitlich unbedenklich?

Parabene werden zum Teil von Verbraucherschützern, Medien und Naturkosmetikherstellern kritisiert. Die Vorwürfe: Parabene würden sich im menschlichen Körper ablagern, das Hormonsystem stören, Krebs verursachen und die Fähigkeit zur Fortpflanzung einschränken. Diese Befürchtungen haben sich jedoch als unbegründet erwiesen. Die Europäische Kommission und ihre wissenschaftlichen Beratungsgremien sowie die unabhängige US-amerikanische Bewertungskommission „Cosmetic Ingredient Review“ (CIR) haben die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Parabenen wiederholt bestätigt.1,2 Für die überwiegende Zahl der Verbraucher sind Parabene gut verträglich. Wie alle Inhaltsstoffe können sie zwar vereinzelt Allergien auslösen, das geschieht allerdings sehr viel seltener als bei anderen Konservierungsstoffen.  Beiersdorf bietet eine Reihe von Produkten sowohl mit Parabenen als auch ohne Parabene an.3

Welche Alternativen gibt es zu Parabenen?

Parabene sind die am besten erforschten Konservierungsmittel. Gleichwertige Alternativen zu Parabenen gibt es bislang nicht. Denn Parabene sind zum einen besonders vielseitig einsetzbar und sehr wirkungsvoll, zum anderen wenig allergen. Alternative Konservierungsmittel können entweder nicht in allen Produkttypen verwendet werden oder lösen häufiger Allergien aus als Parabene. Auch wenn Beiersdorf Parabene ganz bewusst einsetzt, bieten wir unseren Verbrauchern auch parabenfreie Produkte an. Weitere Informationen zu parabenfreien Produkten erhalten Sie hier. Als informierte Käufer sollen sie selbst entscheiden, welches Produkt in welcher Zusammensetzung das Beste für sie ist.

Alle Informationen zum Thema Konservierungsstoffe haben wir für unsere Verbraucher auf www.NIVEA.de/inhaltsstoffe zusammengestellt.

SCCS 2011: Opinion on Parabens, SCCS 1348/10
2 Cosmetic Ingredient Review Panel 2006, Übersicht über alle publizierten Berichte unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19101832
3 JP Thyssen et al. 2010: Temporal trends of perservative allergy in Denmark (1985-2008) Contact Dermatitis, 2010: 62; 102-108.

Verwendet Beiersdorf Nanotechnologie in seinen Sonnenschutzprodukten?

Nanopigmente wie Titandioxid sind in der Natur vorkommende Mineralien, die kleiner als 100 Nanometer sind. Diese naturbasierten Substanzen haben nach der technologischen Veredelung spezielle Eigenschaften, die auch für Kosmetika genutzt werden können. Beiersdorf setzt die Nanopigmente Titandioxid und Zinkoxid als hoch effektive UV-Filter in einer Reihe von Sonnenschutzprodukten ein, weil sie die gefährliche UV-Strahlung des Sonnenlichts reflektieren können. Auf diese Weise leisten Nanopigmente einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Sonnenbrand, vor einer Schädigung der DNA, vor Hautkrebs und Hautalterung durch Sonneneinstrahlung. Nanopigmente werden schon seit langem eingesetzt; die Patente dafür wurden Mitte der 80er erteilt.

Die Sicherheit beider UV-Filter ist vielfach bestätigt worden, sowohl von unabhängigen Wissenschaftlern als auch von Gesundheitsbehörden. Es liegen umfangreiche wissenschaftliche Daten vor, welche die sichere Anwendung in Kosmetika überzeugend bestätigen. Zahlreiche Studien belegen auch, dass Titandioxid und Zinkoxid nicht in den menschlichen Körper eindringen können, auch nicht über erkrankte oder geschädigte Hautpartien.

Immer wieder wurde die Frage gestellt, ob Nanopartikel die Umwelt schädigen könnten. In aktuellen Studien aus den Jahren 2007 und 2008 wurde nachgewiesen, dass als UV-Filter eingesetzte Nanopigmente nicht toxisch sind und daher keine Gefahr für die Umwelt darstellen.

Beiersdorf legt großen Wert auf Verträglichkeit und Unbedenklichkeit seiner Produkte. Daher führen Experten des Unternehmens für alle Produkte und deren Anwendungen zusätzlich eigene umfangreiche Sicherheitsbewertungen durch.

Verwendet Beiersdorf Palmöl oder Palmkernöl?

Als produzierendes Unternehmen bezieht Beiersdorf kein Palmöl zur Herstellung von Kosmetika und stellt auch keine weiterverarbeiteten Stoffe auf der Basis von Palmöl bzw. Palmkernöl her. Allerdings setzt Beiersdorf – wie in der Kosmetikindustrie üblich – in einer Reihe von Produkten erforderliche Hilfsstoffe wie Emulgatoren und Tenside ein (z. B. Fettalkohole, Fettsäuren und Glyceride). Diese Hilfsstoffe werden üblicherweise auf der Basis von mineralischen und pflanzlichen Ölen hergestellt; pflanzliche Öle sind beispielsweise Kokosnussöl, Rapsöl, Palmöl und Palmkernöl. Darüber hinaus bezieht Beiersdorf von einem Hersteller Festseifen, von denen eine Seife einen Inhaltsstoff verwendet, der verarbeitetes Palmkernöl enthält.

Da Beiersdorf als Unternehmen sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft und für kommende Generationen bewusst ist, haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2015 sicherzustellen, dass alle Zulieferer ausschließlich nachhaltig produziertes und zertifiziertes Palmöl bzw. Palmkernöl für die an uns gelieferten Rohstoffe verwenden.

Als Mitglied des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) unterstützt Beiersdorf die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden für Palmöl und den Stopp der Rodung von Regenwäldern. Zu den zurzeit über 500 Mitgliedern des RSPO gehören unter anderem Palmölproduzenten, Ölverarbeitende Unternehmen, Öl-Händler, Unternehmen der Konsumgüterindustrie, Banken, Investoren sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen.

Darüber hinaus setzt sich Beiersdorf seit einigen Jahren in enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten für mehr Transparenz in der Lieferkette ein – um den Weg von der Rohstoffquelle bis hin zu den Derivaten nachvollziehbar zu machen. Bis zum Zeitpunkt der vollständigen Belieferung mit nachhaltigem Palmöl bzw. Palmkernöl, kauft Beiersdorf regelmäßig eine dem Jahresverbrauch entsprechende Anzahl Palmöl bzw. Palmkernöl-Zertifikate über das „Book & Claim“-System. Dieses basiert auf dem Handel mit Zertifikaten (über die Plattform GreenPalm), die für eine entsprechende Menge an nachhaltig erzeugtem Palm- bzw. Palmkernöl stehen. Damit unterstützt Beiersdorf den Aufbau einer nachhaltigen Palm- bzw. Palmkernölwirtschaft.

Warum sind Produktverpackungen manchmal viel größer als das Produkt selbst? Wird hier geschummelt?

Für Beiersdorf ist das Vertrauen der Verbraucher sowohl in das Unternehmen als auch in die Produkte von zentraler Bedeutung. Für Aufbau und Festigung dieses Vertrauens sind nach unserer Überzeugung unter anderem ein offener und verlässlicher Umgang mit Informationen unerlässlich. Daher erstreckt sich der besondere Qualitätsanspruch, an dem wir unsere Produkte messen, selbstverständlich auch auf Transparenz und Ehrlichkeit bei der Gestaltung unserer Produktverpackungen.

Über 70 Prozent aller Kaufentscheidungen werden erst im Geschäft getroffen. Für Verbraucher spielen bei der Auswahl eines Produkts Aussehen und Beschaffenheit der Verpackung eine entscheidende Rolle. Damit alle Produkt- und Verbraucher-Informationen auch auf der Verpackung abgebildet werden können, kann die Größe einer Verpackung allerdings manchmal größer ausfallen, als das Produkt in Wirklichkeit ist. Um hier größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, ist Beiersdorf stets bemüht, entweder reelle Produkt-Abbildungen zu verwenden oder Sichtfenster in die Verpackung einzubauen, damit der Kunde ein objektives Bild von der tatsächlichen Größe des Produktes erhält.

Natürlich hält sich Beiersdorf bei der Gestaltung von Verbraucherprodukten im Sinne des Verbraucherschutzes präzise an die in der Fertigpackungs-Verordnung gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Eichgesetz. Die Beachtung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen ist für uns selbstverständlich.